Gestern Abend gegen 17:45 Uhr wurden unsere EinsatzkrĂ€fte des SanitĂ€tszugs nach Ilmenau zu einem Massenanfall von Verletzten (MANV) alarmiert. In einem lokalen Einkaufsmarkt trat ein unbekannter gasförmiger Stoff aus, was zu einem GroĂeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei fĂŒhrte. Vor Ort klagten rund 40 Patientinnen und Patienten ĂŒber Atemwegsreizungen, einige von ihnen mussten stationĂ€r im Krankenhaus behandelt werden.
Aufgrund der hohen Zahl an Betroffenen war schnell klar, dass der Regelrettungsdienst dieses Szenario nicht allein bewĂ€ltigen konnte. Daher wurde ein sogenannter Ăberörtlicher Massenanfall von Verletzten (ĂMANV) ausgerufen. Dies hatte zur Folge, dass weitere RettungskrĂ€fte aus Nachbarlandkreisen angefordert wurden und der Katastrophenschutz des Ilm-Kreises alarmiert wurde. So kamen zusĂ€tzliche EinsatzkrĂ€fte aus den Landkreisen Saalfeld-Rudolstadt, Suhl und Hildburghausen zur UnterstĂŒtzung.
Kurz nach der Alarmierung fanden sich neun Kameradinnen und Kameraden im Gefahrenabwehrzentrum (GAZ) in Arnstadt ein. Sie besetzten insgesamt drei Krankentransportwagen Typ B (KTW-B) â spezielle Krankenwagen fĂŒr den Zivil- und Katastrophenschutz â sowie einen Mannschaftstransportwagen (MTW). Zwei weitere EinsatzkrĂ€fte blieben im GAZ in Bereitschaft, um gegebenenfalls weitere Fahrzeuge zu besetzen. AnschlieĂend machten sich die KrĂ€fte umgehend auf den Weg nach Ilmenau.
Vor Ort angekommen, bezogen wir den Bereitstellungsraum â ein Sammelplatz fĂŒr ankommende Rettungsmittel, von dem aus die EinsatzkrĂ€fte koordiniert und mit Aufgaben betraut werden. Nach einer kurzen Besprechung war klar, dass keine Patientinnen oder Patienten mehr ins Krankenhaus transportiert werden mussten. Unsere Aufgabe bestand daher darin, weitere Betroffene bei Bedarf medizinisch zu versorgen. Im Verlauf des Einsatzes wurden wir jedoch nicht mehr tĂ€tig.
Nach etwa einer Stunde, als alle Patientinnen und Patienten durch den Leitenden Notarzt entlassen worden waren, rĂŒckten unsere EinsatzkrĂ€fte sowie die ĂŒbrigen Einheiten der anderen Landkreise wieder auf ihre Wachen ein.
Wir bedanken uns herzlich fĂŒr das Engagement und die Einsatzbereitschaft unserer Kameradinnen und Kameraden, die ihre Familien in solchen Momenten verlassen, um den Menschen im Ilm-Kreis zu helfen.
Hast auch du 𫔠Interesse an unserem SanitÀtszug im Katastrophenschutz?
Dann schreib uns gerne eine E-Mail an: katastrophenschutz@asb-arnstadt.de


