Historische Reise zur Geschichte des ASB #4

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Historische Reise zur Geschichte des ASB #4

Am 1. September 1933 wurde der ASB reichsweit aufgelöst. Der ASB wurde enteignet, das Eigentum der Kolonnen gelangte zum Teil an die SA oder SS, in manchen Fällen ging es an das DRK, dem sich einzelne Samariter oder auch ganze Kolonnen anschlossen.

17. April 1933: Die SA beschlagnahmt die Materialien der ASB Kolonne Lauf an der Pegnitz. Quelle: ASB Archiv

Der ASB als Organisation war ein frühes Opfer des NS-Staates. Alles was blieb, waren die Samariter. Auf dem Weg der Spuren stößt man auf Schicksale zwischen Ermordung, Suizid, Terror, Überleben, Verstrickung und Anpassung.

Manchen Samaritern bot das System hingegen Möglichkeiten, sich in die NS-Volksgemeinschaft einzuordnen. Ein gewaltiger Druck und Verheißungen des Regimes wirkten oft parallel auf den Einzelnen.

Unter ehemaligen ASB-Mitgliedern gab es solche, die mindestens zeitweise fasziniert von den scheinbaren Erfolgen des Regimes waren. Ein kleiner Teil ergriff die Möglichkeit selbst voranzukommen, durch intensivere Anpassung oder Verstrickung im NS-Staat.

Hier zusehen ist ein Ausweis des ASB Berlin mit unterschiedlichen Stempeln aus dem Frühjahr 1933. Es zeigt auch, dass ein “Nationalsozialistischer Samariter-Bund” geplant war, ehe es “ASB unter nationalsozialistischer Leitung” hieß. Quelle: ASB Archiv

Freuen Sie sich auf den nächsten Teil zur Geschichte des ASB.